Noch 9 Tage bis zur Eröffnung

Seit drei Wochen arbeiten wir am Innenausbau und an der Einrichtung. Die ganze Story und Bilder gibts im neusten "Einblick".

Wir übernahmen die Räumlichkeiten für unser künftiges Goldschmiedeatelier im Rohbau. Entsprechend viele Arbeiten galt es zu erledigen. Wir wollten keine Zeit verlieren und begannen deshalb in der ersten Januarwoche top motiviert damit, die Wände zu streichen. Das heisst, eigentlich begannen wir damit, die unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeteile abzukleben. Anschliessend verpassten wir den gut drei Meter hohen Wänden und Teilen der Decke den ersten Anstrich in einem angenehmen Weiss-ton. Bereits nach dem ersten Tag und dem ersten Anstrich waren die Räumlichkeiten kaum wiederzuerkennen. Der zweite Anstrich brachte auch die letzten Unebenheiten und Flickwerke zum Verschwinden und liess unser Atelier das erste Mal richtig erstrahlen.

In der zweiten Wochenhälfte wollten wir den Boden verlegen. Ein guter Bekannter stellte uns alle nötigen Maschinen zur Verfügung und leitete uns an. Die teilweise schrägen Wände und der unebene Boden entpuppten sich als echte Herausforderung. Aus geplanten zwei Arbeitstagen wurden drei. Rücken und Knie kamen an ihre Grenzen. Aber das Ergebnis war die Mühe wert! Nach sechs Tagen Arbeit auf Leitern und den Knien wirkten die Räumlichkeiten erstmals richtig einladend. Als dann noch der Safe angeliefert wurde, konnten wir unsere erste Arbeitswoche im E Luda mit gutem Gewissen beenden.

In der zweiten Januarwoche machten wir uns auf die Suche nach passendem Mobiliar. Wir durchforsteten fast sämtliche Brockenstuben in Bern und der Agglomeration sowie die bekannten Möbelhäuser in Lyssach. Uns schwebte ein Mix aus Alt und Neu, Bunt und Einfarbig vor. Zu unserer Freude wurden wir rasch fündig und so konnten wir fast sämtliche Möbel entweder gleich mitnehmen oder für die spätere Lieferung bestellen.

Unser Atelierraum weist einen besonderen Blickfang auf: Mitten im Raum befindet sich ein Stützpfeiler, der bogenförmig in die Decke übergeht. Wir beschlossen, die „Torbogen“ mit einem satten Orange zu akzentuieren und speziell zu beleuchten. Der Hingucker schlechthin!

Wer sich gefragt hat, weshalb auf unserer Website keine Telefonnummer zu finden ist, erhält nun die Antwort: Die Räumlichkeit verfügte zuvor über keinen Internet- und Telefonieanschluss. Die nötige Buchse wurde zwar im Dezember von einem Elektriker erstellt, aber als der zuständige Techniker eintraf, stellte sich heraus, dass die Buchse zu klein war und der Anschluss somit nicht gezogen werden kann. Glücklicherweise ist das bisher die einzige Panne und wir sind zuversichtlich, dass wir bis zur Eröffnung auch telefonisch erreichbar sind.

Nun, in der dritten Januarwoche, werden die neuen Arbeitsgeräte angeliefert und wir richten unsere Arbeitsplätze ein. Hier möchten wir einen Apparat besonders hervorheben: Unser Laserschweissgerät. Der Name klingt nach Panzerknacker oder Star Wars aber für uns ist der Laser wie ein zusätzlicher Mitarbeiter. Mit ihm können wir besonders filigrane Arbeiten löten. Wir werden ihn insbesondere auch für heikle Reparaturen nutzen. Beispielsweise bei einer gerissenen Halskette, die mit Edelsteinen besetzt ist oder einem besonders filigranen Ring, dessen Material beim herkömmlichen Löten rasch schmelzen würde. Christa arbeitet seit gut fünf Jahren mit dem Laserschweissgerät und sagt, es sei ein Muss für jeden Goldschmied, der sich an technisch herausfordernde Arbeiten wagen wolle.

In der Woche vor der Eröffnung werden noch die letzten Schreiner- und Schlosserarbeiten an den Denkmalgeschützten Raumteilen abgeschlossen. Auch die eleganten Schmuck-Vitrinen können wir Ende Woche in Empfang nehmen. Knapp vor der Eröffnung werden unsere Schaufenster in Sachen Beleuchtung und Sicherheit optimiert und hoffentlich auch unsere Telefonleitung verlegt.

Wenn alles nach Plan läuft, sieht unser Lokal am Eröffnungstag genau so aus, wie wir uns das gewünscht haben. Wir können es kaum erwarten, unsere Türen das erste Mal für unsere Kunden zu öffnen! Ich hoffe, Sie / du / Ihr kommt vorbei um mit uns anzustossen!

An dieser Stelle danken wir unseren Freunden, Bekannten, Partnern, Eltern und Hobby-Schwiegereltern ganz herzlich für die Mithilfe. Ohne die Arbeitsleistung, Tipps und Arbeitsmittel, die ihr uns unentgeltlich zur Verfügung stellt, könnten wir unser Atelier nicht in Eigenreige ausbauen und einrichten. Danke vielmals! Merci beaucoup! Thank you so much!

STANDORT

Das Länggassquartier umgibt ein besonderes Flair, so auch die Geschäfte, die dort ansässig sind. Von Anfang an wollten wir als erster Goldschmied ein Atelier in der Nachbarschaft von anderen unikaten Unternehmen, wie Tingel Kringel, Sattler, Gelateria die Berna und Co., eröffnen. Mit dem Standort an der Länggassstrasse 28 ging unser Traum in Erfüllung.

 

Anfahrt mit dem ÖV: Bus Nr. 12 ab Bahnhof Bern in Richtung Länggasse bis Haltestelle Mittelstrasse.

Öffentliche Parkplätze: Wenige Meter neben unserem Goldschmiedeatelier an der Länggassstrasse und Mittelstrasse.