Faszination Opal

Der Legende nach entstanden Opale, als ein Regenbogen die Erde berührte und seine Farben im Boden zurückliess.

Der Opal ist einzigartig, weil nur dieser Edelstein auf natürliche Weise das Licht brechen und deshalb in allen Regenbogenfarben leuchten kann. Beim Diamant entsteht dieser Effekt erst mit dem Schliff.  Das unverwechselbare Farbenspiel dieser Edelsteine zieht die Menschen seit Jahrhunderten in seinen Bann und macht den Opal zu einem der aussergewöhnlichsten Schmucksteine.

Erlebnisbericht aus der australischen Opalmine

Unsere Goldschmiedin Christa Wittwer lebte vor einigen Jahren längere Zeit in Australien und hatte dort die Möglichkeit, eine Opalmine in Coober-Pedy zu besuchen. Sie erzählt noch heute gerne von ihrem Erlebnis: “Die Tagestemperatur beträgt in diesem Teil von Australien tagsüber um die 50 Grad Celsius. Die Gegend ist ausserordentlich trocken und die Mine entsprechend staubig. Ich suchte ungefähr eine halbe Stunde nach Opalen und trank dabei gegen zwei Liter Wasser. Die klimatischen Bedingungen in Coober-Pedy sind wirklich herausfordernd.»

Opale werden in den Minen mit grossen Maschinen und teilweise auch mit Sprengstoff geschürft. So wird das harte Gestein aufgebrochen. Anschliessend werden die Gesteinsbrocken mit dem Meissel von Hand aufgespalten. Immer in der Hoffnung, auf eine Opal-Ader gestossen zu sein.

«Als Besucher mit entsprechender Genehmigung konnte ich am Rand einer Weissopal-Mine nach Opalstücken oder Steinen mit Opal-Anteilen suchen. Einer meiner ersten Berufswünsche war Strahlerin (Edelstein-Sucherin) und so konnte ich es kaum erwarten, mich in Australien auf die Suche nach Opalen zu machen.
Unsere Gruppe hatte ein riesiges Glück, denn am Tag bevor wir die Mine besuchten, regnete es. Eine Selteinheit im Coober-Pedy. Der Regenguss wusch den Staub von den Steinfragmenten. Da der Opal zu einem Teil aus Wasser besteht, sorgte der Regen auch dafür, dass die Opale im gleissenden Sonnenlicht leuchteten – opalisieren genannt. Mit geschultem Auge konnte ich eine schöne Anzahl dieser Edelsteine mit Muttergestein auf dem Boden entdecken und durfte sie mitnehmen. Das war ein grossartiges und bleibendes Erlebnis. Umso mehr, als dass mir mit den gesammelten Steinen bis heute greifbare Andenken geblieben sind. Aus einem der Steine werde ich mir noch einen eigenen Anhänger fertigen. Die Idee dazu habe ich bereits im Kopf.”

Die Opal-Familie

Die Geburtsstunde der Opale reicht bis in die Kreidezeit vor 135 Millionen Jahren zurück.

Opale entstehen, wenn Kieselsäure in den Boden eindringt, sich mit verschiedenen Mineralien anreichert und anschliessend mit dem Wasser verdunstet. Aus den Kieselsäure- und Mineralienrückständen entsteht so ein Opal mit seinem unverwechselbaren Farbenspiel.

Es gibt verschiedene Opal-Arten, die alle ihre spezielle Eigenschaft mitbringen. 80 Prozent aller Opale werden in Australien gefördert. Die übrigen 20 Prozent stammen aus Mexiko und Äthiopien. Opale mit blauem Farbenspiel sind die häufigsten, die rote Farbe ist die seltenste und damit sind rote Opale die kostbarsten Steine. Bilder der verschiedenen Opale sind am Ende des Textes eingefügt.

Feueropal:
Der Feueropal ist rein orange oder hat ein rot-oranges Farbenspiel. Er ist der seltenste Opal und entsprechend begehrt. Der Feueropal wird in Mexiko aus vulkanischem Gestein gefördert. Seine glühende Farbe wirkt in dunklem Material, beispielsweise Carbon, besonders intensiv.

Weissopal:
Der Weissopal wird auch Milchopal genannt. Das ist die Opalsorte, die Christa Wittwer in Australien selbst gesammelt hat. Milchopale stammen meistens aus Coober-Pedy in Australien und weisen ein milchig-weisses, schillerndes Farbenspiel auf. Milchopale gehören zu den häufigsten Opalen auf dem Markt und werden bereits seit vielen Jahrzenten in Schmuckstücken und Juwelen (oft in Kombination mit Diamanten und Brillanten) verarbeitet.

Schwarzopal:
In der besten Qualität zählt der Schwarzopal, auch Black Opal genannt, zu den wertvollsten Edelsteinen der Welt. Der Schwarzopal entsteht in schwarzem oder dunkelgrauem Muttergestein und opalisiert intensiv und in allen Regenbogenfarben.

Kristallopal:
Dieser Opal ist durchscheinend bis durchsichtig. Das Farbenspiel ist deshalb nur im Innern des Edelsteins zu sehen und wirkt sehr geheimnisvoll. Wenn der Kristallopal auf dunklem Hintergrund platziert wird, hebt dies die Farben hervor. So kommen sie am besten zur Geltung.

Jowah-Nuss:
Die Jowah-Nuss sieht von aussen aus wie eine Kartoffel oder eine Baumnuss. Sie ist ein brauner Steinklumpen und enthüllt erst beim Knacken seine unglaubliche Schönheit. Denn eine Jowah-Nuss bezeichnet einen Opal, der in einem runden oder ovalen Stein eingeschlossen ist. Eine Jowah-Nuss wirkt am schönsten und sehr natürlich, wenn sie aufgeschnitten und das Muttergestein rundum belassen wird. Man kann den Opal so beispielsweise als schlichten Anhänger tragen.

Boulderopal:
Der Boulderopal ist der härteste Opal. Er entsteht in braunem Muttergestein und sein Farbenspiel kann wie ein Gemälde wirken. Deshalb ist dieser Opal auch ein allseits beliebter Sammlerstein. Auf Grund seiner Härte eignet sich der Boulderopal sehr gut als Schmuckstein in Ringen.

Doubletten und Tripletten:
Doubletten und Tripletten werden oftmals als günstige Varianten zu Voll-Opalen angefertigt – oder aber, um leichtgläubige Kunden und Kundinnen zu betrügen. Hier ist Vorsicht geboten.

Doubletten bestehen aus einem Stück Opal mit einer Kuppe aus Bergkristall oder Acrylglas. Damit scheint der natürliche Opal grösser.

Eine Triplette besteht aus einer hauchdünnen Opalschicht, die zwischen einen schwarzen Untergrund und eine Kuppe Bergkristall oder Acrylglas geklebt wird.

Doubletten oder Tripletten, die bereits in Schmuckstücken verarbeitet wurden, sind für Laien schwer zu erkennen. So geschieht es immer wieder, dass Kunden den Preis für einen Voll-Opal bezahlen, im Schmuck jedoch eine Fälschung verarbeitet wurde. Aus diesem Grund empfehlen wir, Opale nur bei vertrauenswürdigen Goldschmieden oder Edelsteinhändlern zu kaufen und bei Angeboten, wie beispielswiese auf touristischen Märkten, wachsam zu sein.

Opale bei E Luda - Edelsteine und Beratung

Wir vom E Luda Goldschmiedeatelier haben verschiedene Opale an Lager und enge Beziehungen zu vertrauenswürdigen Edelsteinhändlern. Wir beraten Sie gerne, wenn Sie sich für diese faszinierenden Edelsteine interessieren. Besitzen Sie vielleicht schon Opalschmuck und sind sich nicht sicher, um welche Art von Opal es sich handelt? Kommen Sie ungeniert vorbei. Wir helfen Ihnen gerne mit der Bestimmung und können den Schmuck auch gleich fachgerecht reinigen, so dass die Farben ihre volle Leuchtkraft optimal entfalten.

STANDORT

Das Länggassquartier umgibt ein besonderes Flair, so auch die Geschäfte, die dort ansässig sind. Von Anfang an wollten wir als erster Goldschmied ein Atelier in der Nachbarschaft von anderen unikaten Unternehmen, wie Tingel Kringel, Sattler, Gelateria die Berna und Co., eröffnen. Mit dem Standort an der Länggassstrasse 28 ging unser Traum in Erfüllung.

 

Anfahrt mit dem ÖV: Bus Nr. 12 ab Bahnhof Bern in Richtung Länggasse bis Haltestelle Mittelstrasse.

Öffentliche Parkplätze: Wenige Meter neben unserem Goldschmiedeatelier an der Länggassstrasse und Mittelstrasse.